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Unbenanntes Dokument

Evangelische Kirche
auf der Landesgartenschau in Bad-Nauheim
vom 24. April bis zum 3. Oktober 2010

Pfingstmontag, 24. Mai 2010 -
Tagesprogramm auf der LGS in Bad-Nauheim

 

Web-Dia-Galerie von dem Ausflug nach Bad-Nauheim

Bericht:

Zum Gottesdienst nach Bad Nauheim

Einen Gottesdienst der besonderen Art erlebten die Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde Worfelden. Unter Führung von Pfarrer Luh besuchten sie am Pfingstmontag den ökumenischen Gottesdienst auf der Landesgartenschau  in Bad Nauheim. Dabei wurde die Gruppe nicht nur verwöhnt von dem herrlichen Wetter, das einer Regenperiode gefolgt war, sondern auch von den vielen Sehenswürdigkeiten in Bad Nauheim und insbesondere auf dem Gelände der Landesgartenschau. Inmitten des  Geländes erhebt sich die Lichtkirche, ein Projekt der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Diese Kirche der besonderen Art ist ein mobiler Kirchenpavillon aus Holz und Plexiglas und zeigt sich bei Anlässen wie der Landesgartenschau und weiteren öffentlichen Ereignissen als ein Gebäude mit unverwechselbarer Architektur. Immerhin finden 70 Personen stehend oder 40 Personen sitzend darin Platz. Daneben hat die Glockengießerei Rincker einen mobilen Glockenturm mit drei von Hand zu läutenden Glocken erbaut. Eine weitere Besonderheit der Kirche ist, wie schon der Name sagt, das Licht. Entsprechend der unterschiedlichen Tages, - Abend- und Nachtnutzungen entfaltet die Lichtkirche ihre jeweilige besondere Lichtwirkung.
Die Worfelder Gruppe wurde während des Gottesdienstes eigens von Pfarrerin Anja Schwier  begrüßt und erhielt nach dem Gottesdienst  exklusiv Erläuterungen zur LichtKirche. Der ökumenische Gottesdienst wurde gestaltet von Pfarrer Konrad Schulz des ev. Dekanates Wetterau, dem katholischen Dekan Wahl , einem Pfarrer einer Freikirche und einer Pfarrerin der United Church of Christ Apostolic.
Nach dem Gottesdienst lauschten die Worfelder einem Platzkonzert der Stadtkapelle Friedberg.
Nach einer fachkundigen Führung durch den historischen Kurbadebereich und Kurpark wurde am Nachmittag die Heimreise nach Worfelden angetreten und mancher bekundete, dass er Bad Nauheim erneut besuchen wird, vielleicht sogar während der Landesgartenschau, die immerhin bis zum 3. Oktober 2010 ihre Tore geöffnet hat.

von Heinz Josef Sandner 
gd_lichtkirche
gd_lgs_2010
Historie 
Die erfolgreiche Mitbeteiligung an unterschiedlichen Veranstaltungen der vergangenen Jahre (Hessentag, Rheinland-Pfalz-Tag, Kirchentag, Landesgartenschau) war Grundlage der Überlegungen für etwas ganz Besonderes. In der Bauabteilung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau entstand die Idee, in Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeitsarbeit / Kommunikationsprojekte und dem Studiengang Architektur der Fachhochschule Frankfurt, einen studentischen Stegreifwettbewerb für einen „mobilen Kirchenpavillon“ auszuschreiben. Der siegreiche und prämierte Entwurf stellt eine mobile Kirche aus Plexiglas dar: ca. 8 m hoch, 14 m lang und 4,5 m breit, im Innen- und Außenbereich. Ein moderner spiritueller Ort, der für die unterschiedlichsten kirchlichen Inszenierungen genutzt werden kann.

Mehr Infos zur LGS in Bad-Nauheim? 
http://www.lichtkirche.de/

 
Mobile Lichtkirche -
Aufgebaut auf dem Gelände der Kirchenverwaltung (Paulusplatz) der EKHN in Darmstadt
- Im Hintergrund - Pauluskirche
 
Mobile Lichtkirche -
Aufgebaut auf dem Gelände der Kirchenverwaltung (Paulusplatz) der EKHN in Darmstadt
- Im Hintergrund - Verwaltungsgebäude unserer Landeskirche -
Seien Sie freundlich gegrüßt in der LichtKirche,
auf der Landesgartenschau in Bad-Nauheim!

Sie ist transparent, schillernd und lebendig: die LichtKirche auf der Landesgartenschau. Die Evangelischen Kirchen in Hessen laden mit der welt-weit ersten mobilen Kirche aus Plexiglas in ein einzig-artiges sakrales Kunstwerk. Durch farbige Illumination zum Strahlen gebracht, lädt die LichtKirche ein, dem Geheimnis zeitgemäßer und eigener Spiritualität auf die Spur zu kommen: Für sich zu entdecken, was es heißt, wenn Jesus Christus von sich sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“
An den 163 Tagen, vom 24. April bis 3. Oktober findet in und um die LichtKirche ein attraktives Kulturprogramm statt. In Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden, Dekanaten, Zentren der Evangelische Kirchen und zahlreichen Institutionen bietet die LichtKirche Augenblicke zum Genießen, Verweilen, Besinnen und Atem schöpfen. Außerdem kann man neben den sonntäglichen Gottesdiensten um 12 Uhr täglich geistliche Angebote wie, Mittagsgedanken (12 Uhr) und Reisesegen (16.00, ab 16. Mai um 17.30 Uhr) genießen. Die Landesgartenschau-Glocke lädt täglich zum Beten und Meditieren ein.
Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben oder eine Beratung suchen, sprechen Sie unsere Mitarbeitenden an. Sie sind gerne für Sie da!
Eine schöne und gesegnete Zeit in und um die LichtKirche
                  Ihre Pfarrerin Anja Schwier

 
 
Bad Nauheim
ist eine Kurstadt und nach Bad Vilbel die zweitgrößte Stadt im Wetteraukreis in Hessen (Deutschland).
Quelle: Wikipedia

Erste Siedlungen

Schon vor über 4.000 Jahren gab es Besiedelungen an der Stelle, an der später Nauheim gegründet wurde. Die altzeitliche Siedlung wuchs und wurde wohl sehr wohlhabend, als die Kelten aus dem Wasser der auch heute noch sprudelnden Quellen Salz gewannen. In den letzten Jahren (ab etwa 1997) wurden bei archäologischen Grabungen im Zentrum der Stadt Teile einer riesigen keltischen Salinenanlage freigelegt, deren durch den Salzgehalt des Bodens gut konservierte hölzerne Leitungs- und Beckensysteme eine Salzgewinnung in bereits industriellem Maßstab dokumentieren.

Erste urkundliche Erwähnung

Um 900 wurde Nauheim als „Niwiheim“ erstmals in einem Zinsregister des Klosters Seligenstadt erwähnt. Im 14. Jh. wurde die Saline erstmals erwähnt und gelangte zu Beginn des 18. Jh. zur Blüte. Die Einführung der Schwarzdorngradierung war entscheidend, denn somit konnte der Holzverbrauch drastisch reduziert werden.

Entwicklung als Heilbad

In der Mitte des 19. Jh. entwickelte sich die Balneologie und Bad Nauheim wurde ein Heilbad für Herz- Kreislauf- Erkrankungen. Die Besonderheit lag in der Entdeckung und Anwendung der heilsamen Wirkung der natürlich vorkommenden Kohlensäure in der Thermalsole. 1854 erhielt Bad Nauheim Stadtrechte. Entscheidend für die Entwicklung der Stadt zu einem Kurbad von zeitweise internationaler Bedeutung war der Umstand, dass das seit 1806 kurhessische Nauheim im Jahre 1866 infolge des preußisch-österreichischen Krieges und der Annexion des Kurfürstentums Hessen-Kassel durch Preußen im Zuge eines Gebietsausgleichs an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt fiel. Der großherzogliche Hof förderte den Ausbau der Kureinrichtungen in Bad Nauheim intensiv und unter Einsatz enormer finanzieller Mittel. 1869 erhielt die Stadt den Namenszusatz „Bad“.