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Unbenanntes Dokument

20. Juni 2010 Gemeinschaftsveranstaltung
Heimat – und Geschichtsverein Worfelden und
Evangelische Kirchengemeinde Worfelden

Gebrüder Kahn aus USA  auf den Spuren ihrer Vorfahren

Sichtlich gerührt und hoch erfreut waren die Gebrüder Gary und Jay Kahn über die
Gemeinschaftsveranstaltung der Evangelischen Kirchengemeinde Worfelden  und
des  Heimat- und Geschichtsvereins  Worfelden
Die Brüder entstammen einer ehemals in Worfelden lebenden jüdischen Kaufmannsfamilie, die bis 1920 in der Neustraße 2 wohnhaft war.
Gary (58)  war in Begleitung  seiner Lebensgefährtin Nancy. Jay wurde von dem befreundeten Hochschulprofessor Paul Vincent begleitet, der sich auch beruflich mit dem Holocaust  befasst hat.
Gary, der hier in Worfelden kein Unbekannter ist, und bereits 1989 mit seiner Mutter Lieselotte geborene Homberg unser Dorf besucht hat, betreibt seit Jahren intensive Studien über seine Vorfahren mütterlicher- und väterlicherseits.
Würdiger Empfang im Gottesdienst
Die Gebrüder Kahn mit ihren Begleitern wurden im Gottesdienst von Pfarrer Richard Luh würdig begrüßt. Die Gemeinde stimmte zunächst etwas verhalten mit dem Kirchenlied Hevenu schalom in hebräischer und deutscher Sprache  unter Gitarrenbegleitung von Gudrun Schweers ein. Nach Motivation durch Pfarrer Richard Luh unternahm die Gemeinde einen zweiten Anlauf , bei dem das Friedenslied wesentlich freier und kräftiger gesungen wurde.
Danach haben Pfarrer Luh und Jay Kahn den Psalm 1 abwechselnd in deutscher und englischer Sprache vorgetragen.   
Zusätzlich sorgte die Taufgesellschaft der Familien Mergen und Schubert aus Walldorf für eine gefüllte Kirche; sie ließen ihren Maximilian taufen.
Pfarrer Luh hat die Gemeinde auf seine interessante Predigt mit dem Lied: „ Freunde , dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt“ entsprechend eingestimmt.

Wie ein Gottesdienstteilnehmer anschließend wertete: „Diese Predigt kam von innen  und war sehr überzeugend“. Dazu muß man wissen, dass Pfarrer Luh den Vorteil hatte, 1979 in Jerusalem ein Jahr lang  als junger Pfarrer gewirkt  und den Verfasser des Liedes Schalom Ben-Chorin (Er wurde als Fritz Rosenthal in München geboren) persönlich kennengelernt zu haben. Damit und auch mit seinem reich bebilderten Liedblatt hinterließ er einen starken Eindruck bei den Gästen.

Kriegerdenkmal
Nach dem Gottesdienst versammelten sich ca. 50 interessierte Bürger, darunter die Konfirmanden , am Kriegerdenkmal von 1926. Dort begrüßte Heinz Josef Sandner vom Heimat- und Geschichtsverein  die Gäste und gab einen Überblick über das weitere Programm. Für die politische Gemeinde sprach Erster Beigeordneter  Thomas Laut.
Ausserdem war die Gemeinde durch Herrn Bielohlawek vertreten.
Die Groß-Gerauer Geschichtswerkstatt war durch Hans-Peter Schneider, dem Sohn des
Heimatforschers Ernst Schneider vertreten.
Auch Pfarrer Wolfgang Prawitz, der die Profilstelle für Ökumene und Bildung im Evangelischen Dekanat Groß-Gerau mit den Schwerpunkten "Friedenspädagogik und Gewaltprävention" sowie "Interreligiöser Dialog" inne hat, wohnte der Veranstaltung bei.
Lebrecht Viebahn in der Tracht des Gerauer Landes mit Dreispitz gab Erläuterungen zur
Gerauer Mark, zu der auch Worfelden gehörte.

Ehemalige Synagoge
Anschließend besichtigte man das Gebäude der ehemaligen Synagoge, das seit den dreißiger Jahren als Wohnhaus dient sowie zwei Häuser im Unterdorf, die ursprünglich von jüdischen Familien bewohnt waren. In einem dieser Häuser wohnte 1906 ein junger Mann, der beherzt mit einer Worfelder Ansichtskarte um eine junge Frau in Babenhausen geworben hat. Diese nun 104 Jahre alte Worfelder Ansichtskarte hat Torsten Petri im Jahr 2009 in einer Internetplattform ersteigert und dem Verein zur Verfügung gestellt. Eine echte Rarität.

Freundlicher Empfang im Haus Twardawa
Die Gäste freuten sich, dass sie das Haus  Twardawa in der Neustraße 2 auch innen besichtigen durften, denn dort lebten ihre Vorfahren und in dem Haus kam ihr Vater Karl im Jahr 1915 zur Welt.

Diskussion im Gemeindehaus
Die Konfirmanden saßen in  den ersten Reihen und stellten ihre Fragen zunächst zögerlich. Nadine Best fasste sich ein Herz und fragte Gary, ob er sich vorstellen könne,   in Worfelden zu leben. Gary Kahn gab jeweils ausführliche  Erklärungen und Englischlehrerin Almuth Fürst, die sich als Dolmetscherin zur Verfügung stellte, hatte mit Gary  weniger Arbeit, weil er in flüssigem Deutsch redete. Gary sagte: Ein Leben reicht nicht, um  zu verstehen. Jay sagte zu den Konfirmanden: Niemals wieder ! Ihr seid die Verbindung zur Zukunft, lasst unsere Geschichte zu Eurer Geschichte werden. Pfarrer Walter Ullrich, der Vorsitzende des Fördervereins für jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau  bereicherte mit seiner Moderation die Diskussionsrunde.

Jüdische Familien
stärkten das Vereinsleben im Dorf . Vorsitzender Sandner zeigte dazu ein herrlich gerahmtes  Grossfoto aus dem Jahr 1913(Der Bilderrahmen ist eine Spende der Kunsthandlung Gärtner). Damals feierte der TSV Worfelden sein 25-jähriges Bestehen und die gesamte Festgesellschaft  mit 109 Personen, wovon immerhin 106 Personen identifiziert werden konnten. Auf dem Bild sind 11 jüdische Personen abgebildet, unter anderem auch der Großvater von Gary und Jay, Julius Kahn. Jay deutete sofort auf zwei Personen des Fotos und sagte zielsicher, das ist Max und das ist Moses. Er lag tatsächlich richtig.
Die Daten zur jüdischen Geschichte Worfeldens, mit denen Sandner aufwarten konnte, stammen aus zahlreichen Ausarbeitungen von Heimatforscher Georg Engel, der natürlich auch anwesend war.

Originelle Geschenke für die Gäste
Nach der Diskussion überreichten die Konfirmanden den Gästen Fotos  von den ehemaligen jüdischen Häusern, der Synagoge, dem Kriegerdenkmal (dort ist der Name  Albert Kahn , gefallen 1918, in Stein gemeißelt) und der Gedenktafel am Rathaus. Heinz Sandner überreichte einen hölzernen Kleiderbügel mit der Aufschrift Kaufhaus J. u. L.  Kahn, Groß-Gerau,  Telefon 174. Höhepunkt war, als Hans Jungmann seinen Schuhlöffel aus Familienbesitz den beiden Brüdern überreichte. Der über 100 Jahre alte silberfarbene Schuhlöffel aus Metall weist zwar Gebrauchsspuren auf, jedoch ist die Aufschrift von Moses Kahn und seinem Schuhhandel deutlich lesbar.
Kleiderbügel  und Schuhlöffel wurden von Schneiderin Doris Nebauer durch ideenreiche Verpackung attraktiv gestaltet und haben so richtig was hergemacht.

Worfelder Wurst in Florida
Die 83-jährige Mutter der Gebrüder Kahn  lebt in Florida und kauft im Wurstladen ein, der von Jutta und Walter Voos betrieben wird, die vor etwa 10 Jahren von Worfelden nach Florida  ausgewandert sind.
Der Großvater von Jutta Voos , Georg Petri, war neben oder vor seiner Beschäftigung bei Opel in den dreißiger Jahren als Chauffeur für das Kaufhaus J. und L. Kahn in Groß-Gerau tätig.

Berichterstattung
Für das Groß-Gerauer Echo berichtete Marvi Mensch ausführlich am 22. Juni, ein weiterer Bericht wurde von einer Reporterin von der Evangelischen Sonntagszeitung gefertigt.

Pfarrer Luh und Vorsitzender Sandner waren hocherfreut über die zahlreichen Besucher und dankten allen Beteiligten für das Engagement. Man saß noch lange zusammen bei guten Gesprächen.
  

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
vom 20.06.2010
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Besuch aus USA
Gebrüder Gary und Jay Kahn
Zwei Nachkommen der Worfelder
Kahn-Familien besuchen unser Dorf

10:00 Gottesdienst in der Ev. Kirche mit Pfarrer Richard Luh

11:00 Ortsrundgang mit Lebrecht Viebahn in der Tracht des Gerauer Landes,
                                       Heinz Josef Sandner (1. Vorsitzender des Heimat- und         
                                        Geschichtsvereins Worfelden, den Konfirmanden und allen Beteilgten

12:00 Diskussion im Ev. Gemeindehaus
                                       Moderation: Pfr. Walter Ullrich
                                       Dolmetscherin: Prof.Dr.Gundi Gompf

 
 
Groß-Gerauer Echo  -  22. Juni 2010   Von Marvi Mensch

,,Ein Leben reicht nicht, um zu verstehen"

Geschichte: Nachfahren der jüdischen Kahn-Familie besuchen Worfelden und diskutieren mit Konfirmanden

WORFELDEN. 
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Jay und Gary Kahn, Nachfahren der aus Worfelden stammenden jüdischen Kahn-Familie (von rechts), legten am Ehrenmal in Worfelden zum Gedenken an Albert Kahn eine Rose und einen Kieselstein nieder. Begleitet wurden sie von Heinz Sandner, dem Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins, und dem Ersten Beigeordneten der Gemeinde Büttelborn, Thomas Laut (von links). Foto: Dieter Gölzenleuchter

Verbindung zu den Wurzeln ihrer Vorfahren nahmen Gary und Jay Kahn am Sonntag in Worfelden auf. Die Brüder entstammen der jüdischen Familie Kahn, die bis 1920 in Worfelden lebte und am Sandböhl in Groß-Gerau das Einzelhandelsgeschäft ,,Schönes Kaufhaus" führte.,,Ich bin froh, hier zu sein, denn mit zunehmendem Alter sieht man das Leben enger", sagte der 58 Jahre alte Gary Kahn zur Begrüßung der rund 60 Gäste, die sich im evangelischen Gemeindehaus zu einer Diskussion mit Konfirmanden zusammenfanden. Vorangegangen waren der Besuch des evangelischen Gottesdienstes und ein Ortsrundgang mit Stadtführer Lebrecht Viebahn aus Groß-Gerau in der Tracht des Gerauer Landes.Pfarrer Richard Luh, der mit jedem Konfirmandenjahrgang den Holocaust thematisiert, befasste sich in seiner Predigt mit den Leitmotiven eines Juden deutscher Herkunft, der sich für die christlich-jüdische Verständigung einsetzte und den Luh bei seinem Aufenthalt in der Propstei in Jerusalem kennenlernte.Anschließend führte Heinz Sandner, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins Worfelden, die Besucher zum Kriegerdenkmal und zeigte ihnen den Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge sowie das Wohnhaus der Familie Kahn in der Neustraße.Albert Kahn, Vorfahr der beiden Kahn-Brüder, fiel im Ersten Weltkrieg, als er für Deutschland kämpfte. Ihr Vater Karl Kahn, der 1915 in Worfelden geboren wurde und 1983 in Amerika starb, war der Sohn des Kaufhausbesitzers Julius Kahn, der ebenfalls in den Ersten Weltkrieg zog und in Reims schwer verwundet wurde.Ob er sich vorstellen könne, in Worfelden zu leben, wollte Konfirmandin Nadine Best wissen. ,,Ich möchte in allen Dörfern der Welt einmal wohnen, weil die Welt wunderbar ist, und ich hoffe auf Frieden", antwortete Gary Kahn, dessen Mutter aus dem Raum Köln stammte, in flüssigem Deutsch. Seine Familie lasse sich zwischen Niedersachsen und Rheinhessen bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen.Auf die Frage, wie es den Juden nach 1933 erging, berichtete Gary Kahn von deren Isolation und Ausschluss vom öffentlichen Leben. ,,Über Nacht änderte sich alles", sagte er. Die Familie Kahn habe nach Frankfurt umziehen müssen. Sein Großvater sei immer stolz auf Deutschland gewesen. ,,Dann kam alles ganz anders. Das konnte sich niemand vorstellen. Ein Leben reicht nicht aus, um das zu verstehen", sagte Gary Kahn sichtlich erschüttert. Seine Großeltern hätten Glück gehabt. Sie gelangten über eine Quotenregelung mit einem Frachtschiff nach Amerika. Julius Kahns Geschäftspartner Leopold Kahn starb in Auschwitz.Um zu dokumentieren, dass die Angehörigen der Familie Kahn ins gesellschaftliche Leben Worfeldens integriert waren, zeigte Heinz Sandner den Gästen eine Fotografie von Turnern bei einer Jubiläumsfeier. Elf jüdische Einwohner, darunter auch Julius Kahn, seien Mitglieder des Turnvereins gewesen, sagte Sandner.Pfarrer Walter Ullrich, Vorsitzender des Vereins jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau, berichtete den Konfirmanden, dass die Nationalsozialisten Juden in die Städte gebracht hätten, um sie besser kontrollieren zu können. ,,Alle wussten, was mit den Juden passiert, das war ein offenes Geheimnis", betonte Ullrich. ,,Weshalb Christen diesen Weg mit den Nationalsozialisten gegangen sind, darauf wird es letztendlich keine Antwort geben", so Walter Ullrich. Er machte zuvor deutlich, Menschen mittleren Alters müssten sich Gedanken machen, in welcher Weise sie das Wissen um geschehenes Unrecht an die nächste Generation weitergeben können. ,,Wir sagen: Niemals wieder! Ihr seid die Verbindung zur Zukunft, lasst unsere Geschichte zu Eurer Geschichte werden", rief Jay Kahn den Konfirmanden am Ende zu. Sein Bruder Gary unterstrich, ihr Vater habe eine gute Kindheit in Worfelden genossen und wäre sicher stolz gewesen, hätte er zu seinen Lebzeiten noch einmal Worfelden besuchen können.Die Gäste wurden von den recht schüchtern wirkenden Konfirmanden mit Erinnerungsfotografien verabschiedet. Auch Heinz Sandner hatte ein Präsent parat: Einen Kleiderbügel mit der Inschrift ,,J. u.L. Kahn" aus dem Groß-Gerauer Geschäft der Familie. Er hat die Jahrzehnte ebenso überlebt wie ein Schuhlöffel aus dem ,,Schönen Kaufhaus", den Hans Jungmann den Gästen übergab. Den rund 100 Jahre alten, noch immer im Gebrauch befindlichen Schuhlöffel hätten seine Eltern einst beim Erwerb ihres Hauses in der Neustraße 39 von den Vorbesitzern übernommen, sagte Jungmann.
 

Arbeitsblatt für Konfis
Am Sonntag, 20. Juni 2010 bekommen wir Besuch aus USA. Die Enkelsöhne einer ehemals in Worfelden lebenden jüdischen Familie kommen für wenige Stunden zu Besuch in unser Dorf. Die Herren heißen Gary und Jay Kahn.  Nach einem gemeinsamen Gottesdienst und einem Ortsrundgang treffen wir uns im Evangelischen Gemeindehaus zum Gedankenaustausch.
Dabei kommt Euch Konfirmandinnen und Konfirmanden eine besondere Rolle zu.

Ihr könnt Fragen an die beiden Gäste stellen, entweder bequem in deutscher Sprache, als Übersetzerin fungiert Frau Professorin Dr. Gompf oder ihr könnt auch Eure Englischkenntnisse testen und in englischer Sprache Frage stellen.

Vorbemerkung

Millionen von Juden wurden während der Hitlerzeit grausam ermordet. Wenige konnten flüchten  und mussten ihr Hab und Gut zurücklassen.
In Worfelden lebten mehrere jüdische Familien, die sogar  eine Synagoge  bauen konnten. Das Gebäude steht noch heute.
Zu den ehemals in Worfelden lebenden Juden und ihren Nachkommen pflegt der Verein  gute Kontakte. In der Vergangenheit kam es zu folgenden Besuchen:

  • 1989  Gary Kahn und seine Mutter besuchen Worfelden
  • 1999 Karl Kahn (*1920) und Alexander Kahn (1931- 2002) besuchen Worfelden
  • 1999 Gary Kahn besucht Worfelden

Gary und Jay Kahn sind die Enkelsöhne von Julius Kahn. Gary hat eine riesige Sammlung von Dokumenten und Fotos aufgebaut und forscht seit Jahrzehnten auf den Spuren seiner Vorfahren. Dazu bereist er immer wieder Deutschland.

Geschichtliche Daten zu Julius Kahn und Nachkommen

Julius wird 1884 in Worfelden geboren.
Julius lebt in Worfelden in der Neustraße 2.
 Im Jahr 1913 heiratet er Frieda Flörsheimer aus Dornheim.
1914 wird er als deutscher Frontsoldat verwundet und konnte fortan seinen rechten Arm nicht mehr gebrauchen. Gary ist im Besitz von seinem Militärpass und  dem Verwundetenabzeichen. Julius flüchtet im Jahr 1941 nach USA, er ist der Landessprache nicht mächtig und findet durch seine Kriegsverwundung keine Anstellung , er verstirbt im Jahr 1949. Dass er keine Anstellung findet ist positiv für seinen Sohn Karl. Er wurde wenige Tage vor dem Angriff auf Pearl Harbour aus der US-Army entlassen, weil er seine Eltern versorgen musste.
1920 siedelt er nach Groß-Gerau um und betreibt ein Kaufhaus am Sandböhlplatz, heute Löffelholz. Er betreibt das Kaufhaus zusammen mit seiner Frau Frieda, seinem Schwager Leopold und seiner Schwester Johanna.  In den Dreißiger Jahren können sie sich schon ein Auto kaufen, der Worfelder Georg Petri (Neustraße 35), der hauptberuflich bei Opel arbeitet, fungiert aushilfsweise als Chauffeur . Als Lehrling arbeitet bei den Kahn’s der Groß-Gerauer Heinrich Süß, der bis vor einigen Jahren das Möbelhaus Süß betrieben hat.

 

Aufgaben

Fotografieren

  • Fotografiere das Haus „Neustraße 2“ heute und überreiche das Foto an Gary und Jay Kahn
  • Fotografiere das Kriegerdenkmal mit der Aufschrift Albert Kahn und überreiche das Foto an Gary und Jay Kahn
  • Fotografiere die Gedenktafel am Rathaus und überreiche das Foto an Gary und Jay Kahn
  • Fotografiere die ehemalige Synagoge und fertige eine Zeichnung wie  das Gebäude früher ausgesehen hat (dazu erhältst Du eine Vorlage) und überreiche das Ergebnis an Gary und Jay Kahn.

Fragen

  • Sie haben Ihren Großvater Julius nicht erlebt, er ist drei Jahre vor Ihrer Geburt gestorben. Welche Erinnerungsstücke haben Sie und wie gehen Sie damit um ?
  • Ihr Vater Karl Kahn hat  oft über Groß-Gerau und Worfelden gesprochen. Welche Angewohnheiten hat er von hier mit in die USA genommen.
  • Was können Sie uns Jugendlichen  mit auf den Weg geben ? Wir werden nächstes Jahr konfirmiert, das ist vergleichbar mit Ihrer Bar Mizwah.
  • Wie ist Ihre Erinnerung an Ihre Bar Mizwah ?

Weitere Themen, die Euch interessieren, könnt Ihr natürlich ansprechen.